Klein aber fein  -   Loipe am Ballenberg

 

Eine ganz spezielle Loipe im Berner Oberland bietet der Ski Club Hofstetten seinen Nutzern am Rande des Parkplatzes Ballenberg West an.

Abseits von Masten und Tourismusrummel liegt die schön ins Gelände eingebettete, nicht allzu schwierige Loipe am Rande des Freilichtmuseums Ballenberg (FLM). Sie spricht Skiwanderer wie auch ambitionierte Läufer an. Der Dario Cologna-Effekt ist nicht nur in Gadmen und Adelboden zu erkennen, sondern auch in Hofstetten. Dies bestätigt uns unser ehemaliger Spitzenläufer Sterchi Erich, denn vermehrt trifft er auch junge Läuferinnern und Läufer auf unserer Loipe an.

Die Loipe ist in fünf Minuten von der A8 Ausfahrt 29 Brienz erreichbar. Die Parkplätze beim Loipeneinstieg im hinteren Teil des FLM Parkplatzes können gratis benutzt werden. Die Schneeräumung obliegt dem Loipenbetreiber. Benutzungsgebühren erheben wir keine, es sind jedoch beim Loipeneinstieg an der Infotafel Einzahlungsscheine mit der Bitte um einen Unkostenbeitrag deponiert. Die Betriebskosten werden von Langlauffreunden und Gönnern gedeckt. Sie liegen zwischen 2000- 3000 Franken jährlich. Den Grundbesitzern und deren Pächtern können keine finanziellen Entschädigungen angeboten werden. Sämtliche anfallenden Arbeiten werden durch Ski Club Mitglieder ehrenamtlich geleistet.

Die Loipe steht bei guten Schneeverhältnissen von Dezember bis anfangs März zur Verfügung. Schneesicherheit können wir nicht garantieren, aber bei guten Voraussetzungen glauben wir, die Attraktivität der Region stärken zu können.

Stillstand ist keine Option.

Nachtloipentests sind trotz Nebengeräuschen mit gutem Echo verlaufen. Mit einem minimalen Aufwand könnte ein Teil beleuchtet werden. Für Installation und Anschaffung wurde an der Hauptversammlung ein Kredit von 5000 Franken beschlossen. Ziel wäre ein- bis zweimal in der Woche eine kleine Piste auch am Abend nutzen zu können.

Auf der Suche nach Neuem spielt auch diesmal der Zufall eine entscheidende Rolle. Unverhofft erhielten wir Kenntnis, dass die Bergbahnen Meringen Hasliberg ihr Loipengerät durch ein neues ersetzen, und uns dadurch ihr altes zum Kauf anbieten. Mit diesem Wissen und weiteren Abklärungen gelangten wir an einer Ausserordentlichen Hauptversammlung mit der Bitte um einen Kredit von 30000 Franken an unser oberstes Gremium. Einstimmig wurde dem Kauf des Pistenbully  100 (170PS) mit Räumschild und Heckfräse mit aufgebauten Loipenspurplatten zugestimmt. Da nun der Ersatz des PB 130D ansteht, ist die Nachtloipe bis zur finanziellen Sicherstellung zurückgestellt.

Das Gelände des Ballenbergs bietet ein ideales Terrain für den Wintersport. Deshalb wurde bereits in den 60er Jahren dort Langlaufsport betrieben. Mit dem Bau des Taunerhauses 1975, erstes Gebäude im Museum, entstand im Laufe der Zeit im Winter eine rege Bautätigkeit. Zunehmend kreuzten sich die Wege der Sportler und deren des Museums. So entstand die Loipe am jetzigen Standort. Auch die neue Loipe wurde durch Bauten immer wieder aufs Neue eingeschränkt.

Früher hat unser jährlicher Langlaufevent auch Schneesportbegeisterte aus anderen Kantonen angelockt. Man munkelt aber, dass dies vorwiegend aufgrund der kunstvollen Schnitzerei arbeiten, welche als Preis winkten geschehen ist.  Der Höhepunkt damals war, als die Schweizer Damen Nationalmannschaft teilgenommen hat.

Auch das Präparieren der Spur hat sich im Lauf der Zeit verändert. Am Anfang genügte es wenn jemand eine Schneeschaufel mitnahm, um die Übergänge anzugleichen und ein wenig Schnee in die Strasse legte, damit die Skier keinen Schaden nehmen konnten.

Gertsch Fritz optimierte die Spur, indem er beim NSC Oberhasli den Motorschlitten abholte, eine Loipe anlegte und anschliessend das Gerät wieder nach Meiringen brachte, was ein wenig umständlich war.

SnowTric2 Motorschlitten (20PS)

Das erste motorbetriebene clubeigene Hilfsmittel war der skandinavische SnowTric2 Motorschlitten (20PS) mit angehängtem Spurgerät. Mit dem Aufkommen der Skating-Technik genügte der „Schwedentöff“ nicht mehr.

 

 

 

Pistenraupe Bero Lely H2 (53PS)

Am Schallenberg wurde man fündig und so kam eine Occasion Pistenraupe Bero Lely H2 (53PS) aus dem Hause Fendt nach Hofstetten. Die Spur wurde noch immer erstellt indem man den alten Spurschlitten anhängen musste.

Kässbohrer PB 130 D (122 PS)

Als 2004 in Gadmen ein modernes Gerät in Betrieb kam, nutze der Ski Club diese Gelegenheit und kaufte den dort stationierten Kässbohrer PB 130 D (122 PS) mit angebauter Fräse und Loipenspurplatten.

Mittlerweile ist dieses Gerät 29 Jährig und der Vorstand macht sich Gedanken über die Zukunft der Loipe und deren Maschine.  

 

Pistenbully 100

Wir haben von den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg ein Angebot für einen Occasion Pistenbully 100 erhalten welcher genau unserem Profil entspricht.

 

Am 9. Mai 2016 wurde der Kredit beschlossen und der neue alte Pistenbully 100 (170PS) wird uns das Weiterbestehen in den nächsten Jahren sichern. 

Allen, die zum Gelingen dieser kleinen aber feinen Loipe einen Beitrag leisten, danken wir ganz herzlich. Denn es ist nicht selbstverständlich unentgeltlich diese kleine aber feine Loipe anzubieten.  

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